Statement: Prof. Sehrt

Seit vielen Jahren wird in annähernd unveränderter Form von beispielhaften Markthemmnissen bezüglich einer Durchdringung der additiven Fertigungsverfahren in der Industrie gesprochen. Zu diesen gehören u. a. unbefriedigende Robustheit und Reproduzierbarkeit der Prozesse, begrenztes Angebot verfügbarer Werkstoffe, fehlende Standardisierung und Haftungsfragen sowie fehlende Kompatibilität zur Einbindung in bestehende industrielle Prozessketten. Um diese quasi „AM-Konstanten“ zukünftig aufzulösen, bedarf es eines starken Netzwerks mit entsprechendem Potenzial zur Synergiebildung und -nutzung. Nur in einer sich ergänzenden Gemeinschaft sind die bestehenden Hemmnisse adressierbar und der noch lange und teilweise steinige Weg zu ihrem Abbau zu bewältigen. Aus diesem Grund ist der Lehrstuhl für Hybrid Additive Manufacturing der Ruhr-Universität Bochum Teil dieser Gemeinschaft und macht sich auf die GRAT-Wanderung – begrifflich hier im durchweg positiven Sinne!